MONSTERSCHNECKE

Ursprünglich war die Monsterschnecke als Illustration des Beitrags Kopfkarussell gedacht. Verworfen habe ich sie, weil sie sich lediglich auf einen kurz angeschnittenen Teilaspekt des Artikels bezieht, nicht aber auf das eigentliche Thema. Die finale und passendere Illustration hatte ich auch schon im Kopf. Dennoch gefällt mir die Monsterschnecke an sich gut. Sie ist ein ganz eigenes Thema.

Die Monsterschnecke konfrontiert uns mit einem Schwall an Fragen. Ist sie eher Schnecke oder Monster? Verletzlich und weich oder bissig und aggressiv? Trägt sie ein kleines Schneckenhaus oder ein großes Backsteinhaus mit sich herum? Braucht ein Monster einen Schutzraum, in den es sich zu jeder Zeit sofort und gleich zurückziehen kann?

Manches ist nicht so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Die Monsterschnecke erinnert mich daran, dass wir ruhig einmal auf den Putz klopfen dürfen. Manchmal sogar unbedingt sollten. Auch wenn wir selbst oder andere uns für ängstlich oder schüchtern halten. Sie erinnert mich daran, dass der größte Rowdy einen ganz weichen und verletzlichen Kern haben kann. Seine Attitüde soll dies überspielen und ihn schützen.

Oft sind die Dinge nicht so klar, wie sie scheinen. Gerade dann, wenn sie besonders klar scheinen. Scheinbar offensichtliche Gegensätze sind oft gar keine wirklichen.

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